Mehrwert von Nichtregierungsorganisationen (NROs) für multinationale Unternehmen (MNCs)

Corporate Social Responsibility (CSR) Arbeitskreis

I. Einordnen

II. Verstehen

III. Anwenden

IV. Erleben

CSR Einordnen

Überblick

Dauer 90 Minuten
Methodik §  Vortrag

§  Interaktives Spiel zum kennenlernen

§  Einzel- und Gruppenübung

Fragestellungen §  CSR, Teil einer profitorientierten und opportunistischen Unternehmensstrategie oder eine Möglichkeit zur Innovation gesellschaftlicher Prozesse?
Lernziel §  CSR ist opportunistisch und eine innovative Strategie

Entwurf

  • Einführung
    • Abgrenzung und Einordnung: siehe oben
    • Einordnung: NRO/Biz Partnerschaften im Spannungsfeld zwischen öffentlicher Meinung und Bestrebungen zur Erschließung neuer und Penetration gesättigter Märkte
    • Vorstellung der Teilnehmer: Spielerisch eigne Grenzen entdecken und überschreiten
    • Struktur des Arbeitskreises: Hin zu einer gemeinsamen Sprache
    • Team Ressourcen: Stärkenprofile der Teilnehmer kennen lernen
  • Zusammenhänge begreifen
    • Weltwachstum: (Un-)Proportionalität von Bevölkerungswachstum und Marktpotentialen
    • Urbanisierung: Urbanisierung! Segen oder Fluch in gesättigten Märkten?
    • Der perfekte Sturm Können neue Marktpotentiale beides sein, profitable und nachhaltig?
    • Schussfolgerung: CSR kann und muss beides sein – opportunistisch und gesellschaftlich innovativ
  • Übung:
    • Wie können Unternehmen Produktivitätsvorteile durch nachhaltiges Wirtschaften erzielen?
    • Welche geschäftlichen Vorteile ergeben sich durch nachhaltiges Handeln?

CSR Verstehen

Überblick

Dauer 90 Minuten
Methodik §  Vortrag

§  Fallstudie

§  Design Thinking (Kleingruppen)

Fragestellung §  Wie rechtfertigen Unternehmen die Investition in die Lösung sozialer Probleme gegenüber verschiedenster Stakeholder?
Lernziel §  Projekte sollten auf Themen mit dem größten Geschäftsnutzen gerichtet sein!

Entwurf

  • Unternehmensperspektive:
    • Wichtigkeit und Ausmaß: Treibt das Bewusstsein einer unternehmerischen sozialen Verantwortung die Profitabilität oder umgekehrt?
    • CSR Wellen: Die Transformation unternehmerischer Denkweise
    • CSR im zeitlichen Kontext: Die historische Evolution von CSR, hin zu einer Win-win Situation
    • Raster unternehmerischer Reaktionen: Im Spannungsfeld zwischen geschäftlicher Relevanz und unternehmerischer Wahrnehmung
  • Fallstudie nach bedarf (Industrie, TeilnehmerInnen)
    • Tool: Design Thinking
    • Process Map:
      • Darstellung Team (NRO) Ressourcen (siehe Stärkenprofile aus Abschnitt I)
      • Zweck, Primär- und Sekundärziele
      • Meilenstein Definition und Phasen
      • Unterstützende Faktoren und Herausforderungen

Hinweis: Die zu wählende Fallstudie sollte relevant für die teilnehmende Organisation sein. Insbesondere hinsichtlich der CSR Agenda und Geschäftsstrategie des Unternehmens. Gibt es gemeinsame Ziele und/oder Anknüpfpunkte?

CSR Anwenden

Überblick

Dauer 90 Minuten
Methodik §  Vortrag

§  Prototyp Entwicklung

Fragestellung §  Welchen geschäftlichen Mehrwert kann eine NRO Partnerschaft erbringen?
Lernziel §  CSR hat unterschiedliche geschäftliche Nutzen, die es zu identifizieren gilt. Umso mehr Wert erzeugt werden kann, umso höher ist die Wahrscheinlichkeit einer nachhaltigen, und beidseitig „profitablen“ Partnerschaft!

Entwurf

  • Modelle sektorenübergreifender Partnerschaften
    • Die Quellen betrieblichen Mehrwerts von CSR: McKinsey Global - Umfrage Ergebnisse (2009)
    • Modell I: Talentakquise und Mitarbeitermotivation
    • Modell II: PR und Marketing
    • Modell III: Marktzugang und Marktpenetration
  • Entwicklung eines Prototypen

Hinweis: Basierend auf der entwickelten Process Map, aus der vorherigen Sektion, soll nun eine Präsentation für ein Unternehmen vorbereitet werden. Diese sollte so plastisch wie möglich gestaltet werden; d.h. keine Powerpoints. Sinnvoll ist die Nutzung von Lego Bausteinen, Magazinen und Ähnliches zur Visualisierung des Gemeinschaftsprojektes.

CSR Erleben

Überblick

Dauer 60 Minuten
Methodik §  Schlussfolgerung

§  Diskussion

§  Nächste Schritte

Fragestellung §  Welche nächsten Schritte werden unternommen und Wer macht Was?
Lernziel §  Sektorenübergreifende Partnerschaften benötigen Zeit, sind möglich und beidseitig sinnvoll (vorteilhaft).

Entwurf

  • Abschließende Worte
    • Unternehmen wollen von Ihnen hören
    • Sie haben es in der Hand!
  • Diskussion

Hinweis: Die entwickelten Prototypen sollten genutzt werden, um Workshops mit Unternehmen zu planen und durchzuführen. Hierin sollte die „Gegenseite“ betrachtet und ein Abgleich erzielt werden. Das Produkt aus zwei, sich im Zweck und Ziel ähnlichen Arbeitskreis Ergebnissen, sollte dann in eine gemeinsame Veranstaltung münden, um ein erstes Pilotprojekt zu initiieren.

Abgrenzung

Die Ziele von Österreich 2025 aber ebenso die im Herbst 2015 verabschiedete Agenda 2030 der Vereinten Nationen (Sustainable Development Goals – kurz: SDGs) rücken Unternehmen zur Erfüllung dieser ambitionierten Roadmaps stärker in den Fokus. Darüber hinaus kristallisiert sich in der Geschäftswelt ein Verständnis heraus, dass nur durch Innovative Geschäftsmodelle und Kooperationsformen weiteres Wachstum gewährleistet werden kann. Insbesondere zur Erschließung unternehmerisch wichtiger Zukunftsmärkte, wie Nordafrika oder den Mittlere Osten.

Obgleich der Autor sich von einer profitorientieren Ideologie des stetigen Wachstums entfernen möchte, diese gar als fundamentalen Bestandteil neuzeitlicher Probleme ansieht, soll dieser Arbeitskreis Wege aufzeigen, diese Bewegung zur Erfüllung sozialpolitischer Zwecke „auszunutzen“.

Nichtregierungsorganisationen stehen (meist) einer Zusammenarbeit mit Unternehmen, jenseits philanthropischer Gesichtspunkte, skeptisch gegenüber. Gleichwohl missverstehen Unternehmen den Mehrwert und strategischen Nutzen von Partnerschaften mit NROs. Insbesondere ist dieser Trend bei kleineren Gesellschaften, aus beiden Sektoren, zu beobachten (d.h. KMUs vs. Grassroots NROs).

Hinsichtlich Österreichs Dichte und Anzahl sogenannter „Hidden Champions“ – kleine, meist familiengeführte, mittelständische Unternehmen, deren Produkte/Dienstleistungen eine hohe Stellung im Weltmarkt zugesprochen wird – sollt die Frage gestellt werden, ob diese Skepsis begründet oder vermeidlich ist. Sicherlich mögen Ressourcenengpässe, oft patriarchalisch geführte Unternehmen und daraus resultierende Nachfolgedispute aber ebenso realitätsferner Idealismus, Kooperationen verhindern, so sollte dieser Opportunität dennoch verstärkte Aufmerksamkeit geschenkt werden.

In Vorbereitung des im Folgenden beschriebenen Arbeitskreises, sollte ein Vorab Abgleichung möglicher NRO-/Unternehmenspartnerschaften in Österreich erfolgen. Insbesondere mit Blick auf unterschiedliche Partnerschaftsmodelle (z.B. gemeinsame Erschließung eines Auslandsmarktes, Trainings- und Bildungspartnerschaften, gemeinsame Öffentlichkeits- und Marketingarbeit), um zu gewährleisten, dass der Arbeitskreis Interaktiv, Innovativ, relevant und umsetzbar ist.